Schluckstörungen – Welche Rolle spielen Konsistenz und Textur?
Konsistenzen sind wichtig bei Schluckstörungen. Texturen sind darüber hinaus verantwortlich für Freude am Essen. Wenn man unter Logopäd:innen in der Schluckstörungen-Szene rumfragt, hört man viel von Konsistenzen. Man ist froh, IDDSI zu haben - eine internationale Nomenklatur für eben diese Konsistenzen. Schwört auf angepasste Stufen von Flüssigkeiten. Und ja: In der Neurologie ist das sehr wichtig. Flüssigkeiten zeigen sich gerade hier als ein Problem beim Schlucken. Sicher ist auch, dass Logopäd:innen in der Neurologie eine sehr hohe therapeutische Präsenz haben. Die Fixierung auf Konsistenzen ist allerdings schade, und das sage ich als Logopäde der seine Wurzeln in der Neurologie hat! Ein Gastbeitrag von Logopäde Alexander Fillbrandt. Your Content Goes Here Fixierung auf Konsistenzen bei Schluckstörungen und Kaustörungen Dafür gibt zwei Gründe. Wenn man neu ist in der Behandlung von Menschen mit Schluckstörungen und seine ersten Schritte in der Neurologie macht (aber auch wenn man schon lange dort arbeitet) verliert man ein bisschen den Blick dafür, dass es auch andere Arten von Schluckstörungen gibt. Allein der Begriff ist zu eng gefasst. In anderen medizinischen Bereichen finden sich ebenfalls Schluckstörungen und Kaustörungen. (Dass es bei Kaustörungen irgendwie auch um Konsistenzen geht, erscheint an dieser Stelle ein bisschen witzig.) Schluck- und Kaustörungen sind in ihren Auswirkungen vergleichbar aber unterscheiden sich auch gerade in Bezug auf die Konsistenzen. Wo in der Neurologie Getränke oft dickflüssiger gemacht werden, müssen bei Menschen in der Onkologie oder Geriatrie die
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